Deutschland Goodbye

19. – 25. Oktober 2011

Wir sind unterwegs und zwar seit Mittwoch Abend, den 19. Oktober 2011. Nachdem unser vorderes Getriebe undicht zu sein schien, beschleunigten wir unsere Abreise, um noch rechtzeitig zu unserem Getriebehändler nach Erftstadt (Köln) zu kommen, der ab dem 24. Oktober für 14 Tage im Urlaub ist. Vladimir schob Nachtschichten ein und stand freiwillig um 6 Uhr früh auf, damit wir soweit die Dinge, die wir uns am Bus vorgenommen haben, fertig kriegen. Denn ganz fertig ist so ein VW-Bus nie!

Tatsächlich standen wir Mittwoch Abend um 20 Uhr in der Dusche und begannen danach unsere Tour zum „Auf Wiedersehen Sagen“.

Ganz realisiert haben wir zu diesem Zeitpunkt nicht, dass wir unser nun neun Monate bewohntes Nest in Parkstetten erst einmal verlassen. Mit gutem Gewissen jedoch lassen wir unsere Familie zurück. Wir haben dort eine sehr intensive Zeit miteinander gehabt und einiges in Bewegung gebracht. Die Zurückgebliebenen schaffen das jetzt auch ganz gut ohne uns.

Unser erstes Ziel war Regensburg. Schön war es nochmal die Luft in unserer ersten gemeinsamen Heimatstadt zu schnuppern. Wir haben an dem Abend und dem darauffolgenden Tag so viele Leute unvorhergesehen getroffen, wir wir das oft in einem ganzen Monat nicht getan haben. Ein tolles Gefühl von so vielen netten Menschen noch ein paar Worte mit auf die Reise zu bekommen. Vielen Dank nochmal an Regensburg mit den ganzen Freunden, die dort wohnen.

Weiter gings nach Nürnberg. Wiederum eine Nacht haben wir dort verbacht zusammen mit Freunden, lecker Essen und nette Gespräche. Am Morgen eine ausgiebige Badewanne und dann weiter Richtung Köln. Eigentlich haben wir uns geschworen, nie wieder Autobahn zu fahren. Doch der Termin Freitag Abends in Erfstadt zu sein, stand fest. So haben wir doch den bequemeren und schnelleren Weg auf der Schnellstraße vorgezogen. Mit einer ausgedehnten Pause im Wald bei Weibersbrunn sind wir – natürlich vor allem Loni auf unsere Kosten gekommen. Kurz vor Erftstadt ist uns ein sehr netter Syncrofahrer begegnet, wie wir später feststellten – unser Getriebereperateur. Freundlich und schnell war er bereit unser Leck am Getriebe zu dichten und die Kardanwelle auszutauschen. Nach ca. zwei Stunden waren wir gerüstet – noch dazu hat Frank unser Auto recht gelobt und Vladimir somit einen großen Seelenstreichler geschenkt. Also nun sind wir fit für viele Abenteuer im entlegenen und erlebnisreichen Afrika.

Nächster Stopp war geplant in Aachen. Da mein Bruder Nachtdienst schieben musste, haben wir kurz entschlossen unsere erste Nacht irgendwo in Aachen an einem grünen Parkplatz verbracht. Es war zwar frisch, aber nicht kalt. Dick eingewickelt in Decken und mit Hundewärmflasche war es wirklich gemütlich in unserem Busbett, um es auf den Punkt zu bringen, richtig komfortabel.

Der Morgen begrüßte uns mit Sonnenschein und so fiel uns das Aufstehen bei -1°C relativ leicht. Wenn mein Bruder nicht zu uns kommt, dann kommen wir eben zu ihm. Eine glorreiche Idee! Der Weg zur Uniklinik war bestens ausgeschildert. An der Information fragte ich nach ihm und kurze Zeit darauf wankelte er verträumt und gleichzeitig verwundert aus seinem „Schlaflabor“. In seiner Wohnung und in Aachen haben wir uns sehr wohl gefühlt, lauter nette Leute und schönes Wetter. Auch Loni hat einen Verehrer kennengelernt, der ihr sogar die Füße geleckt hat. Hier an dieser Stelle sei auch wieder Danke gesagt an unsere Freunde/Verwandte, die uns so gastfreundlich und gerne aufgenommen haben und uns verwöhnt haben.

Die Termine (Verabredungen) werden nun immer weniger. Das Campinggaz muss noch aufgefüllt werden, Rachidi muss auf die Waage und Loni braucht noch eine Auffrischung von der Tollwutimpfung. Wir haben uns diese Dinge vorgenommen für Bürstadt, unserem nächsten Ziel. Vladis Eltern haben sich sehr gefreut, dass wir auch bei ihnen noch vorbei schauen. Bestens versorgt und verwöhnt werden wir auch hier. Campinggaz gab es gleich um die Ecke und im benachbarten Lampertheim hat uns das Betonwerk freudig und kostenlos auf die LKW-Waage stellen lassen. Wir haben samt Einrichtung, Gepäck, vollem Tank und Mann, Frau und Hund ein Gesamtgewicht von 2,36 t. Das ist für unsere geplante Tour, wie wir es vorhaben, Leichtgewicht. Aber so haben wir es uns gewünscht. Je leichter, desto wendiger und schneller kommt man überall hin und wieder raus.

Heute Nachmittag steht nun noch der Tierarztbesuch auf dem Programm und dann werden wir uns morgen aufmachen in Richtung Schweiz. Das Wetter wird wohl vor allem ausschlaggebend sein, wie lange wir uns in Europa noch aufhalten werden.

Da ihr unser schönes Deutschland alle kennt, gibt es hier keine Fotostrecke.

 

4 Kommentare zu Deutschland Goodbye

  1. luca sagt:

    Hey ihr,
    danke für die rasche Antwort und gute Fahrt.
    Auf bald,
    L

  2. Fred Hammer sagt:

    Ich wünsch Euch drei eine tolle Reise und viel Glück und bleibt gesund ! lg

  3. Luca sagt:

    Babies, wo seid ihr momentan?
    Liebe Grüße,
    Luca

  4. Betina sagt:

    Ihr macht’s soooo richtig ihr beiden!!! Macht euch auf den Weg dorthin wo ich gerade schweren Herzens goodbye sagen musste: Afrika!!! Besser gesagt Südafrika. Ich wünsch euch eine wundervolle Reise, ganz viel Glück und Gesundheit und immer einen funktionstüchtigen Ersatzreifen im Kofferraum 😉 Und wer weiß… wenn ich es rechtzeitig schaffe und ihr euch nicht in den nördlichen Regionen „festfahrt“ sehen wir uns vielleicht in ein paar Monaten in Südafrika 🙂

    Enjoy! Joy! Joy! Alles Liebe,
    Betina

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