Rachidis Werkstatt

Seit dem Wochenende vom 29./30. Januar 2011 fahren wir jeden Samstag und Sonntag zu Oma und Opa nach Parkstetten. Dort haben wir eine Werkstatt für Rachidi, um ihn sattelfest zu machen für unsere Reise.

Zunächst mussten wir die Werkstatt säubern, entrümpeln und einrichten.

Dann gings los mit Zerlegen:  Frontscheibe und Heckscheibe raus, kompletter Innenraum entkernt, man könnte meinen, wir wollten den Bus nochmals lackieren.

Bevor wir uns an den Unterboden machten, wurde das Auto aufgebockt. Nun sind auch die Reifen ab, vorderes und hinteres Getriebe ist raus und alle Muttern, Schrauben und sonstige Teile sind schön sortiert in Büchsen.

Auch der Tank, die hinteren Schwingen und Kardanwelle, sowie alle Wasserschläuche haben wir in den letzten Wochen rausgebaut.

Jetzt gehts ans Aufbereiten: Sandstrahlen von wichtigen Teilen und die Fugen werden auch entrostet. Die Getriebe sind bereits überholt und sehen richtig gut aus.

Wir haben uns entschieden auch Rachidis Untergestell Sandstrahlen zu lassen. Dafür musste der Bus jedoch aus der Werkstatt hinaus. Helmut hat uns mit dem Stapler geholfen.

Nun sind im Grunde alle Einbauteile sauber, sandgestrahlt und lackiert. Eine neue Schiebetür haben wir uns auch noch besorgt, da die alte schief und krumm war.

Auch das Schweißen von Rostlöchern hat Vladimir selbst in die Hand genommen.

Wenn Rachidi nun lackiert ist, dann gehts ans Einbauen der Teile. Das Lackieren ist eine Kunst für sich und kostete uns enorm viel Energie. Danke hier an Mario, der uns aus der Patsche half. Nach ein paar Wochen stand der Bus nun endlich wieder in seinem blauen Kleid da. Doch die dreckige und schmierige Arbeit ging dann erst los. Unterbodenschutz auftragen, Mike Sanders in die Hohlräume spritzen.

Kaum zu glauben, danach ging es wirklich ans Zusammenbauen. Im Großen und Ganzen ging das rucki zucki. Wir haben uns noch für einen neuen Kühler entschieden und das komplette Auto mit Armacell ausgekleidet als Wärmeisolierung und Lärmschutz.

Doch nach dem Zusammenbauen war der Bus noch nicht reisefertig. Ein Küche fehlte noch und ein Twingofaltdach sollte noch rein. Dafür spannten wir unseren eigenen „Hausschreiner“ Franz ein. Mit viel Rat und Tat hat er uns geholfen, die Küche und ein Regalsystem in unseren Bus zu zaubern. Alle Seitenwände und der Dachhimmel wurden mit Biegespanplatten ausgekleidet. An die Decke installierten wir noch zwei LED-Lichtstreifen für ein warmes Ambiente. So langsam konnten wir dann unsere fehlenden Arbeiten auf einer kurzen Liste zusammenschreiben. Der Bus sollte in seinem blauen Farbkleid noch poliert und gewachst werden und für den großen Dreck brauchte Rachidi noch vier Schutz- und Spritzlappen. Da Vladimir bis zur letzten Sekunde unterm Bus verbrachte, kümmerte sich die Frau komplett ums Auto beladen. Wenn etwas fehlt, ich nehms auf meine Kappe.

So sind wir jetzt am Abend des 18. Oktobers so weit, dass unser Bus nach nun 9 Monaten mehr oder weniger abfahrbereit ist. Ein kurzer Stopp in Erftstadt bei Frank ist noch eingeplant, um doch einen neuen Dichtring ins vordere Getriebe einzusetzen. Schnell, kompetent und freundlich wurden wir versorgt.

Gerade ist mir aufgefallen, dass wir während der letzten sehr intensiven Arbeitszeit keine Fotos mehr geknipst haben. Dafür werden wir uns in den folgenden Tagen einen schönen Platz suchen und vom fertigen Bus Bilder knipsen und diese hier präsentieren.

2 Kommentare zu Rachidis Werkstatt

  1. Familie Wittkowsky sagt:

    Hallo Ihr Lieben,
    schade dass wir uns nicht mehr gesehen haben. Hätte auch noch ein kleines Geschenk
    für euch gehabt, keine Angst wäre ganz klein gewesen! Es freut mich eure Kommentare
    zu lesen und wünsche Euch noch einen wahnsinnigen Start, Spass, Abenteuer und vieles
    mehr!
    Bis auf weiteres ganz liebe Grüße

    Eure Familie Wittkowsky (Bin schon ganz neugierig!)

  2. Pa sagt:

    Schön, dass es euch gut geht – hoffentlich auch der Loni.

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